Leistungen im Todesfall

Wenn die versicherte Person stirbt, werden folgende Todesfallleistungen ausgerichtet, falls die Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Witwen- oder Witwerrente 
  • Partnerrente bei eingetragener Partnerschaft 
  • Partnerrente bei Konkubinat 
  • Waisenrente 
  • Todesfallkapital
 

Häufige Fragen und Antworten:

 
 
 

Todesfallleistungen

 

Partnerschaft

Ich bin nicht verheiratet, sondern lebe in einer Partnerschaft. Muss ich dies der APK melden?

  • Die Partnerin bzw. der Partner erhalten im Beitragsprimat Todesfallleistungen.
  • Ihr Anspruch wird durch die APK erst im Zeitpunkt des Todesfalls der versicherten Person überprüft. Eine vorgängige Registrierung ist bei der APK nicht vorgesehen. Einzig die Verteilung eines allfälligen Todesfallkapitals innerhalb der einzelnen Begünstigtenkategorien a - d kann nach freiem Ermessen festgelegt werden (vgl. Art. 38 Vorsorgereglement).

 

Vorgehen im Todesfall

Welche Unterlagen werden im Todesfall einer Arbeitnehmerin/eines Arbeitnehmers benötigt?

Im Todesfall benötigen wir folgende Unterlagen:

  • von den Arbeitgebenden:
    Formular „Meldung eines Todesfalles" (Angabe des Todestages und der Dauer des Lohnnachgenusses)
    Formular: Meldung eines Todesfalles
  • von den Hinterbliebenen:
    Formular „Angaben zum Bezug von Todesfallleistungen"
    Kopie des mit dem Todesdatum nachgeführten Familienbüchleins
    Kopie Todesschein (nur, wenn kein Familienbüchlein existiert)
    Kopie Verfügung der eidg. AHV/IV
    Ausbildungsnachweise der Kinder (falls diese das 25. Altersjahr noch nicht erreicht haben)
    Formular:  Angaben zum Bezug von Todesfallleistungen


Wie muss ich vorgehen, wenn die verstorbene Person bereits Rentenbezüger/in der APK war?

Bitte melden Sie uns den Todesfall telefonisch oder schriftlich. Wenn anspruchsberechtigte Hinterbliebene vorhanden sind, benötigen wir zudem folgende Unterlagen:

  • Kopie des mit dem Todesdatum nachgeführten Familienbüchleins
  • Auszahlungsangaben (Post/Bank).

Diese Angaben benötigen wir schriftlich.

 

Leistungen der APK im Todesfall

Welche Rentenleistungen können meine Hinterbliebenen erwarten?

a) Witwen und Witwer
Anspruch auf eine Witwen-/Witwerrente besteht, wenn im Zeitpunkt des Todes der versicherten Person bzw. der Rentnerin oder des Rentners:

  • die Ehe (unter Anrechnung der vorangegangenen eheähnlichen Gemeinschaft mit gemeinsamen Haushalt) ununterbrochen 5 Jahre gedauert hat; oder
  • die Witwe oder der Witwer für den Unterhalt mindestens eines Kindes aufkommen muss; oder
  • die Witwe oder der Witwer eine ganze Invalidenrente der IV bezieht.

Stirbt eine Rentnerin oder ein Rentner und erfüllt die Witwe oder der Witwer keine der Voraussetzungen besteht Anspruch auf eine Abfindung. Die Höhe der Witwen- und Witwerrenten sowie der Abfindung wird im Vorsorgeplan festgelegt. Sie können die Höhe der versicherten Rente dem Vorsorgeausweis entnehmen.

b) Eingetragene Partnerinnen und Partner
Überlebende eingetragene Partnerinnen und Partner haben die gleiche Rechtstellung wie die Witwen und Witwer.

 
c) Nicht eingetragene Partnerinnen oder Partner
Überlebende nicht eingetragene Partnerinnen und Partner haben Anspruch auf die Partnerrente wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

  • die eheähnliche Lebensgemeinschaft mit gemeinsamen Haushalt hat im Zeitpunkt des Todes nachweisbar mindestens fünf Jahre ununterbrochen gedauert oder die überlebende Person muss für den Unterhalt mindestens eines gemeinsamen Kindes aufkommen;
  • weder die verstorbene noch die überlebende Person war im Zeitpunkt des Todes verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft lebend;
  • die beiden Personen waren weder im 1. bis 3. Grad miteinander verwandt oder verschwägert noch standen sie in einem Stiefkindverhältnis;
  • die überlebende Person bezieht weder eine Witwen- bzw. Witwerrente noch eine Partnerrente aus der beruflichen Vorsorge.

Die Höhe der Partnerrente richtet sich nach den Bestimmungen der Witwen- bzw. Witwerrente.

 

Gibt es bei der APK ein Todesfallkapital?

Stirbt eine versicherte Person, steht ein Todesfallkapital zu:

a) der Witwe oder dem Witwer, der eingetragenen Partnerin oder dem eingetragenen Partner. Überlebende nicht eingetragener Partnerinnen oder Partner haben Anspruch, wenn sie gemäss Art. 35 Abs. 1 des Vorsorgereglementes rentenberechtigt sind.

b) bei Fehlen von Begünstigten nach Buchstabe a: natürliche Personen, die von der versicherten Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder der Person, die mit der versicherten Person in den letzten fünf Jahren bis zum Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehreren gemeinsamer Kinder aufkommen muss;

c) bei Fehlen von Personen nach Buchstabe a und b: den Kindern der verstorbenen Person, den Eltern oder den Geschwistern;

d) bei Fehlen von Personen nach Buchstaben a, b und c; den übrigen gesetzlichen Erben unter Ausschluss des Gemeinwesens.

Die vollständige Begünstigtenordnung und die massgebenden Bestimmungen betr. Ermittlung des Todesfallkapitals finden sich in Art. 38 und 39 des APK-Vorsorgereglements.

Die versicherte Person kann durch schriftliche Erklärung an die APK die Verteilung des Todesfallkapitals innerhalb der einzelnen Begünstigtenkategorien nach freiem Ermessen festlegen. Fehlt eine schriftliche Erklärung, so wird das Todesfallkapital innerhalb der anspruchsberechtigten Begünstigtenkategorien zu gleichen Teilen ausgerichtet.

 

Waisenrenten

Wann besteht Anspruch auf Waisenrenten?

  • Die Kinder der verstorbenen Versicherten oder Rentnerinnen und Rentner haben Anspruch auf Waisenrenten. Der Anspruch erlischt mit Vollendung des 18. Altersjahres. Für Waisen, die sich noch in Ausbildung befinden oder zu mindestens 70 % invalid sind, bleibt der Anspruch jedoch längstens bis zur Vollendung des 25. Altersjahres bestehen.
  • Die Pflegekinder haben nur dann einen Anspruch, wenn die verstorbene Person für ihren Unterhalt aufzukommen hatte. Eine freiwillige Unterstützung reicht für den Waisenrentenanspruch nicht aus.
  • Die Höhe der Waisenrente wird im Vorsorgeplan festgelegt. Sie können diese Angaben auch dem Vorsorgeausweis entnehmen.
  • Der APK sind die entsprechenden Nachweise (Lehrvertrag; Studienbestätigung, etc.) einzureichen.
 

Scheidung / Auflösung Partnerschaft

Was ist bei Ehescheidung oder gerichtlicher Auflösung der eingetragenen Partnerschaft zu beachten?

a) Geschiedene haben beim Tod der früheren Ehefrau bzw. des früheren Ehemannes Anspruch auf eine Rente in der Höhe der Witwen- bzw. Witwerrente, sofern:

  • die Ehe mindestens zehn Jahre gedauert hatte; und
  • ihnen im Scheidungsurteil eine Rente oder eine Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente zugesprochen wurde.

b) Ehemalige Partnerinnen und Partner in eingetragener Partnerschaft haben Anspruch auf eine Partnerrente, sofern:

  • die eingetragene Partnerschaft mindestens zehn Jahre gedauert hat; und
  • der ehemaligen Partnerin oder dem ehemaligen Partner im Auflösungsurteil eine Rente oder eine Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente zugesprochen wurde.

Die Rentenleistungen werden um jenen Betrag gekürzt, um den sie zusammen mit den Leistungen der übrigen Versicherungen, insbesondere AHV und IV, den Anspruch aus dem Scheidungsurteil bzw. dem Urteil über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft übersteigen.

Die APK benötigt für die Prüfung eines Anspruchs folgende Unterlagen:

  • Scheidungsurteil oder Urteil über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
  • Betrag der Alimente im laufenden Jahr
  • Rentenverfügung der eidg. AHV betreffend Witwen-/Witwerrente
  • Nachweis über den derzeitigen Zivilstand
  • Zahlungsadresse für allfällige Rentenüberweisung