Das Wichtigste in Kürze

Der Vorstand der APK hat auf Empfehlung der Versicherungsexpertin einen Wechsel der versicherungs-technischen Grundlagen von Periodentafeln auf Generationentafeln beschlossen. Diese Grundlagen dienen dazu, den versicherungstechnisch korrekten Wert des Umwandlungssatzes zu berechnen. Mit Generationtafeln wird die zukünftige Zunahme der Lebenserwartung berücksichtigt. Damit widerspiegeln diese ein besseres Bild der tatsächlichen Verhältnisse. Der Umwandlungssatz sinkt entsprechend ab 2022 stufenweise von 5.3 % auf 5.0 % im Alter 65. Mit dem Umwandlungssatz wird die Höhe der lebenslänglichen Altersrente - auf Basis des angesparten Guthabens im Moment der Pensionierung - berechnet. Die künftige finanzielle Sicherheit der APK wird mit der Einführung der Generationentafel erhöht. Dank der vorausschauenden Bildung von Rückstellungen in der Vergangenheit hat die Umstellung keinen unmittelbaren Einfluss auf den Deckungsgrad der APK.

 

Der Vorstand ist überzeugt, dass die beschlossenen Massnahmen ein wichtiger Schrift sind, um die finanzielle Stabilität der APK weiterhin zu gewährleisten.

 

Übersicht der Entscheide

Der Umwandlungssatz wird per 1. Januar 2022 von 5.3 % im Alter 65 auf 5.0 % gesenkt.  Die APK federt die Anpassung des Umwandlungssatzes mit zwei Massnahmen ab:

 

1. Abfederungsmassnahme:

Der Umwandlungssatz wird stufenweise gesenkt, verteilt über die Jahre 2022 bis 2023.

 

2. Abfederungsmassnahme:

Versicherte, die schon vor dem 1. Januar 2021 bei der APK versichert sind, erhalten per 1. Januar 2022 eine APK-Gutschrift. Damit wird das per 31. Dezember 2021 vorhandene Sparguthaben um 1.25 % erhöht. Diese Gutschrift wird durch die APK finanziert. Die APK-Gutschrift 2022 wird separat ausgewiesen und gleich verzinst wie das Sparguthaben. Für die ersten zwei Jahre nach der Senkung des Umwandlungssatzes, erstmals per 31. Dezember 2022, wird das Sparguthaben um je die Hälfte der APK-Gutschrift 2022 und den Zinsertrag erhöht.

 

Im APK-Newsletter Nr. 45 sind diese Anpassungen ebenfalls thematisiert. 

 

Häufige Fragen und Antworten zur Anpassung des Umwandlungssatzes:

 
 
 

Umwandlungssatz 2022: Hintergründe

 

Was ist der "Umwandlungssatz"?

Mit dem Umwandlungssatz wird das angesparte Guthaben einer versicherten Person in eine lebenslange jährliche Altersrente umgerechnet.

 

Beispiel bei der APK ab 2022:

 

Angespartes Guthaben bei PensionierungCHF 300'000                     
Umwandlungssatz im Alter 655.0 %
Lebenslängliche jährliche AltersrenteCHF 15'000

(Berechnung: CHF 300'000 x 5.0 % = CHF 15'000)

 

Wollen Sie mehr zu den Fachbegriffen der beruflichen Vorsorge erfahren? Auf der Webseite der APK erhalten Sie im Glossar weitere Informationen.

 

 

Welche Faktoren bestimmen die Höhe des Umwandlungssatzes?

Der Umwandlungssatz wird von der durchschnittlichen Lebenserwartung bei Pensionierung und von den zukünftig zu erwartenden Renditen (technischer Zinssatz) bestimmt.

 

Warum wird der Umwandlungssatz der APK per 1. Januar 2022 neu festgelegt?

Seit Einführung des BVG 1985 ist die Lebenserwartung um etwa 7 Jahre angestiegen. Der Trend zum weiteren Anstieg der Lebenserwartung hält ungebrochen an. Die APK muss also die Altersrenten immer länger ausbezahlen, obwohl ihr nicht mehr Geld zur Verfügung steht.

Gemäss den aktuellsten technischen Grundlagen für öffentlich-rechtliche Pensionskassen (VZ 2015) hat eine 65-jährige Person heute eine Lebenserwartung von 88 Jahren (Männer) bzw. 90 Jahren (Frauen).

 

Die finanziellen Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung und den stagnierend tiefen Zinsen führen auch bei der APK zu Finanzierungslücken. Nur mit einer Senkung des Umwandlungssatzes ist deshalb die nachhaltige Finanzierung der zukünftigen Altersrenten weiterhin gewährleistet.

 

Warum wird von Periodentafeln auf Generationentafeln gewechselt?

Mit Generationentafeln wird die zukünftige Zunahme der Lebenserwartung berücksichtigt. Damit widerspiegeln diese ein besseres Bild der tatsächlichen Verhältnisse. Die künftige finanzielle Sicherheit der APK wird mit der Einführung der Generationentafeln erhöht.

 

Auf welchen Zeitpunkt werden die Anpassungen wirksam?

Der Umwandlungssatz wird für neu entstehende Renten ab 1. Januar 2022 stufenweise gesenkt. Der Umwandlungssatz von 5.0 % im Alter 65 wird ab dem 1.1.2024 nach Ablauf der Abfederungsmassnahmen angewendet.

 

Wer ist von der Senkung des Umwandlungssatzes unmittelbar betroffen?

Betroffen sind die Versicherten mit Jahrgang 1957 und jünger, welche ab 1. Januar 2022 eine neu beginnende Altersrente beziehen.

 

Wer entscheidet bei der APK über die Höhe des Umwandlungssatzes?

 

Der Vorstand als oberstes Organ der APK entscheidet über die zu verwendenden technischen Grundlagen, die Höhe des technischen Zinssatzes und damit über den Umwandlungssatz.

 

Wo ist der Umwandlungssatz festgehalten?

Die Höhe des Umwandlungssatzes ist im Anhang zum Vorsorgeplan aufgeführt. Dort sind auch die Umwandlungssätze für eine vorzeitige Pensionierung aufgeführt.

 

Welcher Umwandlungssatz ist für mich ab 2022 massgebend?

In den Jahren 2022/23 sinkt der Umwandlungssatz schrittweise. Bei Pensionierung in dieser Zeit (das ist für die Jahrgänge 1957 bis 1965 möglich) wird je nach genauem Zeitpunkt der Pensionierung ein schrittweise gesenkter Umwandlungssatz angewandt. Der neue Umwandlungssatz von 5.0 % wirkt sich damit erst bei einer Pensionierung im Dezember 2023 auf die Höhe der Altersrente aus.

 

Nicht von der stufenweisen Senkung betroffen sind allfällige weitere Konti (z.B. Zusatzsparkonto) sowie Versicherte, die nach dem 1. Januar 2021 in die APK eintreten. Für diese gilt ab 2022 der neue Umwandlungssatz, sollte ein Rentenbezug erfolgen. Für alle Pensionierungen ab Dezember 2023 gelten nachstehende Umwandlungssätze:

 

AlterUmwandlungssatz
584.20 %
594.30 %
604.40 %
614.50 %
624.60 %
634.70 %
644.85 %
655.00 %
665.15 %
675.30 %
685.45 %
695.65 %
705.85 %

 

 

 

Was wären die Folgen, wenn der Umwandlungssatz der APK per 1. Januar 2022 nicht angepasst würde?

Wird der Umwandlungssatz nicht angepasst, führen alle Pensionierungen zu Verlusten, weil die Renten zu hoch und langfristig nicht finanzierbar wären. Als Folge wäre die finanzielle Sicherheit für alle Versicherte gefährdet und der Deckungsgrad belastet.

 

Ein Deckungsgrad unter 100 % würde sich nicht auf die Rentenbeziehenden der APK auswirken. Die Versicherten hingegen wären von einer solchen Entwicklung möglicherweise gleich doppelt betroffen: Ihr Sparguthaben müsste tiefer verzinst werden. Zudem bestünde für sie ein Risiko, Sanierungsbeiträge bezahlen zu müssen. Als Konsequenz müssten die Versicherten - und im Rahmen von Sanierungsbeiträgen auch die Arbeitgeber - die Verluste, die die zu hohen Rentenversprechen verursachen, mittragen.

 

Hat die Senkung des Umwandlungssatzes einen Einfluss auf laufende Renten?

Nein, bereits laufende Altersrenten mit Beginn vor dem 1. Januar 2022 sind von der Senkung des Umwandlungssatzes nicht betroffen.

 

Was kann ich persönlich tun, um die Auswirkungen des sinkenden Umwandlungssatzes zu mindern?

Persönliche Einkäufe und freiwillige Sparbeiträge (sofern möglich) erhöhen das individuelle Sparguthaben. Das höhere Sparguthaben bildet die Grundlage für die Berechnung der Altersrente. Weitere Informationen zu den Einkaufsmöglichkeiten finden Sie unter diesem Link.

 

Weshalb senkt die APK den Umwandlungssatz weiter? Er wurde ja bereits 2019 angepasst.

Seit 2019 sind die Zinsen nochmals gesunken und die Lebenserwartung weiter angestiegen. Die APK muss also Renten länger ausbezahlen, da das Pensionierungsalter unverändert bei 65 Jahren liegt. Das Zinsniveau und die Lebenserwartung können von der APK nicht beeinflusst werden. Um die finanzielle Stabilität der APK weiterhin zu gewährleisten, muss sie Massnahmen treffen, damit sich keine Pensionierungsverluste als Folge des tiefen Zinsniveaus und der steigenden Lebenserwartung ergeben. Deshalb muss die APK den Umwandlungssatz erneut senken.

 

Weshalb darf der APK-Umwandlungssatz tiefer sein als es das Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) vorschreibt?

Das Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) definiert im Moment noch einen Mindestumwandlungssatz von 6,8 % im Referenzalter 65 (Frauen: Referenzalter 64). Diese Bestimmung ist aber nur massgebend für die gemäss BVG vorgeschriebenen Mindestleistungen (obligatorischer Teil). Alle von der APK angebotenen Vorsorgepläne sehen jedoch deutlich höhere Leistungen vor (überobligatorischer Teil), als dies gemäss BVG vorgeschrieben ist.

 

Die Sparguthaben gemäss Vorsorgereglement der APK setzen sich durchschnittlich zu 40 % aus obligatorischem und zu 60 % aus überobligatorischem Guthaben zusammen. Die APK kann den Umwandlungssatz auf dem gesamten Sparguthaben frei festlegen, wobei die APK-Altersrente mindestens gleich hoch sein muss wie die BVG-Rente (vgl. dazu Beispiel Vergleich Altersrente APK und BVG).

 

Die APK hat im Geschäftsjahr 2019 auf den Vermögensanlagen eine Performance von 9.9 % erreicht. Weshalb muss der Umwandlungssatz trotz des guten Ergebnisses weiter gesenkt werden?

Die APK muss die Renten langfristig sicher finanzieren können. Das ausserordentliche Anlagejahr 2019 ist sehr erfreulich, doch kann die APK nicht davon ausgehen, solche Erträge in Zukunft regelmässig und sicher zu erzielen. Die risikolosen Anlagen sind schon länger im negativen Zinsbereich, weshalb auch mit risikoreichen Anlagen immer geringere Erträge erwarten werden müssen. Es wäre kurzfristig und ausserordentlich riskant, wenn wir den Ertrag eines einzelnen Jahres als Massstab für die langfristige und sichere Finanzierung Ihrer Vorsorge nehmen würden.

 

Wird der Umwandlungssatz weiter sinken?

Wenn die Lebenserwartung auch in Zukunft weiter steigen wird und das ordentliche Rentenalter unverändert bleibt, wird die APK dies berücksichtigen müssen. Mit der Umstellung auf Generationentafeln ist ein Teil der zukünftigen Entwicklung bereits berücksichtigt. Wie stark die Lebenserwartung in Zukunft tatsächlich steigen wird, müssen wir beobachten. Als verantwortungsvolle Vorsorgeeinrichtung überprüft die APK darum regelmässig, ob der aktuell geltende Umwandlungssatz nachhaltig finanziert ist.

 

Haben andere Pensionskassen ihren Umwandlungssatz ebenfalls gesenkt?

Der Grossteil der Pensionskassen in der Schweiz passt die Umwandlungssätze regelmässig den aktuellen Umständen an. Dieser Schritt ist aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung und des tiefen Zinsniveaus unvermeidlich.

 

Hat die Umwandlungssatzsenkung Einfluss auf den Kapitalbezug bei Pensionierung?

Nein. Sie haben auch mit dem tieferen Umwandlungssatz die Möglichkeit, die ganze oder einen Teil der Rente in Kapitalform zu beziehen. Bei einem Kapitalbezug entfallen allfällige APK-Gutschriften.

 

Hat die Umwandlungssatzsenkung Einfluss auf die Höhe der Invalidenrente?

Bis zur Pensionierung hängt die Invalidenrente nur vom versicherten Lohn ab und somit hat die Umwandlungssatzsenkung darauf keinen Einfluss. Bei Erreichen des Pensionierungsalters wird die Invalidenrente neu berechnet, und der Umwandlungssatz beeinflusst die ab dann zahlbare Invalidenrente.

 

Haben Frauen und Männer den gleichen Umwandlungssatz?

Ja. Die APK unterscheidet bei der Berechnung des Umwandlungssatzes nicht zwischen Frauen und Männern.

 

Hat die Umwandlungssatzsenkung Einfluss auf die Höhe der Risikobeiträge?

Die finanzielle Belastung für Risiko- und allfällige Verwaltungsbeiträge bleibt unverändert durch den Grundlagenwechsel.

 

Wie wird das Zusatzsparkonto während dem Grundlagenwechsel behandelt?

Sofern ein Zusatzsparkonto vorhanden ist und der Vorsorgeplan einen Rentenbezug ermöglicht, werden für den Rentenbezug keine Übergangsbestimmungen angewendet. Es gibt keine APK-Gutschriften und keinen linear sinkenden Umwandlungssatz auf dem Zusatzsparkonto.

 
 
 

Umwandlungssatz 2022: Übergangsbestimmungen

 

Sind Übergangsbestimmungen vorgesehen?

Ja. Zur Abfederung der Umwandlungssatzsenkung erhalten die Versicherten eine Gutschrift in Höhe von 1.25 % des Sparguthabens per 31. Dezember 2021. Diese wird in zwei Tranchen (Ende 2022 und Ende 2023) gutgeschrieben. Die genauen Regeln finden Sie in den Übergangsbestimmungen (nächste Box)

 

Zudem wird der Umwandlungssatz für Pensionierungen in den Jahren 2022 und 2023 stufenweise gesenkt.

 

Details zu den Übergangsbestimmungen (für aktiv Versicherte)

Hinweis: Diese Übergangsbestimmungen werden Teil des Anhangs des individuellen Vorsorgeplans per 1. Januar 2022 sein.

 

1. Geltung

Nachstehende Bestimmungen gelten für Versicherte mit Geburtsjahr 1957 (bzw. 1958/1959 bei ordentlichem Pensionierungsalter 64/63) und jünger, die bereits am 31. Dezember 2020 bei der APK versichert waren.

 

2. APK-Gutschrift

Per 1. Januar 2022 erhalten Versicherte eine APK-Gutschrift 2022 in der Höhe von 1.25 % ihres am 31. Dezember 2021 vorhandenen Sparguthabens (Art. 27 VR). Im Jahr 2021 erfolgte freiwillige Einkäufe in die reglementarischen Vorsorgeleistungen (Art. 13 Abs. 2 VR) sowie Rückzahlungen von Vorbezügen im Rahmen der Wohneigentumsförderung werden für die Berechnung der APK-Gutschrift 2022 vom Sparguthaben per 31. Dezember 2021 abgezogen.

 

Die APK-Gutschrift 2022 wird separat ausgewiesen und gleich verzinst wie das Sparguthaben. Für die ersten zwei Jahre nach der Senkung des Umwandlungssatzes, erstmals per 31. Dezember 2022, wird das Sparguthaben um je die Hälfte der APK-Gutschrift 2022 und den Zinsertrag erhöht.

 

Bei Eintritt des Vorsorgefalls Alter wird das Sparguthaben um die noch nicht übertragene APK-Gutschrift 2022 erhöht, soweit eine Altersrente gewählt wird. Soweit ein Alterskapital gewählt wird, verfällt die noch nicht dem Sparguthaben zugeteilte APK-Gutschrift 2022 zugunsten der APK.

 

Bei Austritt aus der APK oder Tod vor dem 31. Dezember 2023 verfällt die noch nicht auf das Sparguthaben übertragene APK-Gutschrift 2022 zugunsten der APK.

 

3. Abfederung Umwandlungssatzsenkung

Für die Berechnung des Umwandlungssatzes im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis am 31. Dezember 2023 wird zuerst der bis 31. Dezember 2021 geltende Umwandlungssatz bestimmt. Der anwendbare Umwandlungssatz ergibt sich, indem der bisherige Umwandlungssatz für jeden vollen oder angebrochenen Kalendermonat ab 1. Januar 2022 bis zum Eintritt des Vorsorgefalls Alter um den Wert von 0.010 % (Alter 58 bis 61), 0.013 % (Alter 62 bis 67 bzw. 0.015 % (Alter 68 bis 70) herabgesetzt wird.

 

Das Alter der versicherten Person wird in Jahren und Monaten berechnet; für Bruchteile eines Altersjahres wird der Umwandlungssatz anteilsmässig anhand der im jeweiligen Kalendermonat gültigen Umwandlungssätze im nächsthöheren und nächsttieferen ganzen Alter bestimmt. Der auf diese Weise berechnete Umwandlungssatz wird auf zwei Nachkommastellen gerundet.

 

4. Kürzung bei Überentschädigung

Die gemäss diesen Übergangsbestimmungen berechnete Altersrente wird um den Betrag gekürzt, um den sie den Rentenbetrag übersteigt, der sich auf der Basis des Sparguthabens ohne APK-Gutschrift 2022 und des bis 31. Dezember 2021 geltenden Umwandlungssatzes ergeben würde.

 

Details zu den Übergangsbestimmungen (für (Teil-)Invalidenrentnerinnen und Invalidenrentner)

Hinweis: Diese Übergangsbestimmungen werden Teil des Anhangs des individuellen Vorsorgeplans per 1. Januar 2022 sein.

 

(Teil-)Invalidenrentnerinnen und Invalidenrentner mit Jahrgang 1957 (bzw. 1958/1959 bei ordentlichem Pensionierungsalter 64/63) oder jünger, die am 31.12.2021 Anspruch auf eine Invalidenrente nach Art. 40 des Vorsorgereglements haben, erhalten per 1. Januar 2022 eine APK-Gutschrift 2022 in der Höhe von 1.25 % ihres am 31. Dezember 2021 vorhandenen, aufgrund des letzten versicherten Lohns weitergeführten Sparguthabens.

 

Die APK-Gutschrift 2022 wird separat ausgewiesen und gleich verzinst wie das weitergeführte Sparguthaben. Für jedes Jahr nach der Senkung des Umwandlungssatzes, erstmals per 31. Dezember 2022, wird das Sparguthaben um je die Hälfte der APK-Gutschrift 2022 und den Zinsertrag erhöht.

 

Bei der Neuberechnung der Invalidenrente nach Art. 41 Abs. 3 VR wird das Sparguthaben um die noch nicht übertragene APK-Gutschrift 2022 erhöht.

 

Bei Reduktion des Anspruchs auf die Invalidenrente und Austritt aus der APK verfällt die noch nicht auf das Sparguthaben übertragene APK-Gutschrift 2022 proportional zum Wegfall der Invalidität an die APK.

 

Wer finanziert die APK-Gutschriften 2022?

Die APK-Gutschriften 2022 werden von der APK finanziert, in dem sie entsprechende Rückstellungen auflöst.

 

Sind die APK-Gutschriften 2022 in den Simulationsberechnungen berücksichtigt?

Ja, die APK-Gutschrift 2022 wird in allen künftigen Simulationen eingerechnet.

 

Wird die APK-Gutschrift 2022 auch gewährt, wenn ich einen Teil der Altersrente als einmaliges Alterskapital beziehe?

Der Zweck der APK-Gutschrift 2022 ist es, die Senkung des Umwandlungssatzes abzufedern. Wird nun statt der Altersrente das Alterskapital bezogen (ganz oder teilweise), so verfallen die noch nicht gutgeschriebenen Tranchen der APK-Gutschrift 2022 im Verhältnis zum Kapitalbezug.

 

Lohnt sich eine vorzeitige Pensionierung in Anbetracht der sinkenden Umwandlungssätze?

Ob sich eine vorzeitige Pensionierung lohnt, ist immer ein individueller Entscheid. Das Lohneinkommen fällt weg und muss durch die Renten der AHV und BVG kompensiert werden.

 

Die Umwandlungssatzsenkung und die Kompensationsmassnahmen in den Jahren 2022 und 2023 sind so konzipiert, dass sich bezüglich der Rentenhöhe der APK das längere Arbeiten immer lohnt. Je länger Sie arbeiten, desto höher wird Ihre Altersrente. Bei längerem Arbeiten werden Sie mehr angespart haben und ein höheres Renteneintrittsalter haben. Diese beiden Effekte überwiegen die Senkung des Umwandlungssatzes.

 

Simulationsberechnungen, die sich auf Ihre Versicherungssituation beziehen, können ab sofort im online Berechnungstool sowie durch die APK erstellt werden.

 

Welche Jahrgänge sind von der stufenweise Senkung des Umwandlungssatzes betroffen?

Alle Versicherten, die sich in den Jahren 2022 und 2023 pensionieren lassen (auch vorzeitig) erfahren die stufenweise Senkung. Das betrifft somit die Jahrgänge 1957 bis 1965, sofern sie sich in dieser Zeit pensionieren lassen.

 

Kann die APK Simulationen für unterschiedliche Pensionierungszeitpunkte erstellen?

Für detaillierte Simulationsberechnungen kann ab sofort das online Berechnungstool benutzt werden oder Sie wenden sich an die für Sie zuständige Kontaktperson. Der Name der für Sie zuständigen Person ist auf Ihrem Vorsorgeausweis oben links aufgeführt oder unter diesem Link ersichtlich.

 

Wo erhalte ich weitere Informationen und Auskünfte?

Für individuelle Auskünfte stehen Ihnen die Mitarbeitenden der Abteilung Versicherung gerne zur Verfügung. Ihre Kontaktperson ist unter diesem Link ersichtlich.  

 

Hat die Corona-Pandemie einen direkten Einfluss auf die Senkung des Umwandlungssatzes?

Nein, zum jetzigen Zeitpunkt kann man zwar einen Corona-Peak bei der Sterblichkeitsrate im Frühjahr 2020 erkennen. Auf die Sterblichkeit über das gesamte Jahr 2020 hat die Pandemie aktuell jedoch keinen wesentlichen Einfluss. Eine Aussage zu den langfristigen Auswirkungen auf die Lebenserwartung und damit den Umwandlungssatz kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden und wäre rein spekulativ.

 
 
 

Umwandlungssatz 2022: Technische Grundlagen

 

Wie hoch ist der technische Zinssatz der APK?

Der technische Zinssatz bei der APK beträgt 2.25 %. Damit werden die laufenden Rentenverpflichtungen bewertet. Der technische Zinssatz von 2.25 % ist auch die Basis für die Berechnung der neuen Umwandlungssätze ab 1.1.2022.

 

Was ist der Zusammenhang zwischen dem Umwandlungssatz und dem technischen Zinssatz?

Der technische Zins besagt im Wesentlichen, welcher Kapitalertrag im Umwandlungssatz eingerechnet ist. Ein tiefer technischer Zins führt entsprechend zu einem tieferen Umwandlungssatz und ein höherer technischer Zins zu einem höheren Umwandlungssatz.

 

Welche technischen Grundlagen verwendet die APK?

Die APK verwendet die technischen Grundlagen VZ 2015. Diese dienen zur Bewertung der künftigen versicherungstechnischen Verpflichtungen einer Pensionskasse und beinhalten verschiedenste Grössen wie z.B. die Wahrscheinlichkeit zu sterben, verheiratet zu sein oder invalid zu werden. Es sind statistische Daten der grössten öffentlich-rechtlichen Pensionskassen der Schweiz und können als repräsentativ für die APK betrachtet werden.

 

Weitere Informationen

Für persönliche Auskünfte stehen Ihnen die Mitarbeitenden der Abteilung Versicherung gerne zur Verfügung. Angaben zu Ihrer Kontaktperson finden Sie unter diesem Link.