Fragen und Antworten (FAQ)

 
 

Umwandlungssatz 2019: Hintergründe

 

Was ist ein Umwandlungssatz?

Der Umwandlungssatz legt fest, wie hoch die lebenslängliche jährliche Altersrente ist, die aus dem angesparten Guthaben einer versicherten Person von der Pensionskasse ausbezahlt wird.

 

Beispiel bei der APK ab 2019:

 

Angespartes Guthaben bei PensionierungCHF 300'000                     
Umwandlungssatz im Alter 655.3 %
Lebenslängliche jährliche AltersrenteCHF 15'900

(Berechnung: CHF 300'000 x 5.3 % = CHF 15'900)

 

Wollen Sie mehr zu den Fachbegriffen der beruflichen Vorsorge erfahren? Im Glossar erhalten Sie weitere Informationen.

 

 

 

Welche Faktoren bestimmen die Höhe des Umwandlungssatzes?

Der Umwandlungssatz wird von den Annahmen zur durchschnittlichen Lebenserwartung einer Person bei Pensionierung (versicherungstechnische Grundlagen) und zu den zukünftig zu erwartenden Renditen (technischer Zinssatz) bestimmt.

 

Warum wird der Umwandlungssatz der APK per 1. Januar 2019 neu festgelegt?

Gemäss den aktuellsten technischen Grundlagen für öffentlich-rechtliche Pensionskassen (VZ 2015) hat eine 65-jährige Person heute eine Lebenserwartung von über 21 Jahren (Männer) bzw. 23 Jahren (Frauen). Anhand der technischen Grundlagen können Pensionskassen ihre Verpflichtungen berechnen. Die APK verwendet aktuell die technischen Grundlagen VZ 2010 und wird diese per anfangs 2019 durch VZ 2015 ersetzen. Die Lebenserwartung ist in den letzten Jahren weiter angestiegen. Die APK muss also die Altersrente länger ausbezahlen, obwohl ihr nicht mehr Geld zur Verfügung steht.

 

Gleichzeitig bewegen sich die Zinsen an den Anlagemärkten um null Prozent. Als Beispiel kann der Zins für eine Bundesobligation mit zehnjähriger Laufzeit erwähnt werden, der von +1.5 % anfangs 2014 auf -0.15 % (August 2017) gesunken ist.

 

Die finanziellen Auswirkungen der steigenden Lebenserwartung und den stagnierend tiefen Zinsen führen auch bei der APK zu Finanzierungslücken. Nur mit einer Senkung des Umwandlungssatzes ist deshalb die nachhaltige Finanzierung der zukünftigen Altersrenten weiterhin gewährleistet.

 

Auf welchen Zeitpunkt werden die Anpassungen wirksam?

Der Umwandlungssatz wird für neu entstehende Renten ab 1. Januar 2019 stufenweise gesenkt.

 

Wer ist von der Senkung des Umwandlungssatzes unmittelbar betroffen?

Betroffen sind die Versicherten mit Jahrgang 1954 und jünger, die ab 1. Januar 2019 erstmals eine Altersrente beziehen.

   

Welcher Umwandlungssatz ist für mich ab 2019 massgebend?

Bei Versicherten mit Jahrgang 1954 bis 1962, die bereits vor dem 1. Januar 2018 bei der APK versichert sind und sich in den Jahren 2019/2020 pensionieren lassen, wird für die Berechnung der Altersrente ein stufenweise sinkender Umwandlungssatz angewendet. Detaillierte Informationen finden Sie in dieser Übersicht. Der neue Umwandlungssatz von 5.3 % wirkt sich damit erst bei einer Pensionierung im Dezember 2020 auf die Höhe der Altersrente aus.

 

Nicht von der stufenweisen Senkung betroffen sind allfällige weitere Konti (z.B. Zusatzsparkonto). Für diese gilt ab 2019 der neue Umwandlungssatz, sollte ein Rentenbezug erfolgen. Für alle Pensionierungen ab Dezember 2020 gelten nachstehende Umwandlungssätze:

 

 

AlterUmwandlungssatz
584.45 %
594.55 %
604.65 %
614.75 %
624.90 %
635.00 %
645.15 %
655.30 %
665.45 %
675.60 %
685.80 %
696.00 %
706.20 %

 

 

 

 

Was wären die Folgen, wenn der Umwandlungssatz per 1.1.2019 nicht angepasst würde?

Da die Lebenserwartung in der Schweiz weiter ansteigt, muss das Sparkapital einer neu rentenbeziehenden Person länger ausreichen, um eine lebenslange Altersrente zu finanzieren. Gleichzeitig stagnieren die Zinsen auf einem tiefen Niveau. Diese Umstände können nicht beeinflusst werden. Wird der Umwandlungssatz nicht angepasst, führt dies zu Verlusten, die den Deckungsgrad belasten und die finanzielle Stabilität der APK gefährden würden.

 

Ein Deckungsgrad unter 100 % würde sich nicht auf die Rentenbeziehenden der APK auswirken. Die Versicherten hingegen wären von einer solchen Entwicklung möglicherweise gleich doppelt betroffen: Ihr Sparguthaben müsste tiefer verzinst werden. Zudem bestünde für sie ein Risiko, Sanierungsbeiträge bezahlen zu müssen. Als Konsequenz müssten die Versicherten - und im Rahmen von Sanierungsbeiträgen auch die Arbeitgeber - die Verluste, die die zu hohen Rentenversprechen verursachen, mittragen.

 

Hat die Senkung des Umwandlungssatzes einen Einfluss auf laufende Renten?

Nein, Altersrenten mit Beginn vor dem 1. Januar 2019 sind von der Senkung des Umwandlungssatzes nicht betroffen.

 

Was kann ich persönlich tun, um die Auswirkungen des sinkenden Umwandlungssatzes zu mindern?

Persönliche Einkäufe erhöhen das individuelle Sparguthaben. Das höhere Sparguthaben bildet die Grundlage für die Berechnung der Altersrente. Weitere Informationen zu den Einkaufsmöglichkeiten finden Sie unter diesem Link. Zudem wird die APK 2018 über andere Möglichkeiten informieren, wie Versicherte ihr Sparguthaben individuell erhöhen können.

 

Weshalb senkt die APK den Umwandlungssatz weiter? Er wurde ja bereits 2014 angepasst.

Seit 2014 sind die Zinsen nochmals gesunken und die Lebenserwartung weiter angestiegen. Die APK muss also Renten länger ausbezahlen, obwohl ihr nicht mehr Geld zur Verfügung steht. Das Zinsniveau als auch die Lebenserwartung können nicht beeinflusst werden. Um die finanzielle Stabilität der APK weiterhin zu gewährleisten, muss sie Massnahmen treffen, damit sich die Folgen des tiefen Zinsniveaus und der steigenden Lebenserwartung nicht weiter vergrössern. Deshalb muss die APK den Umwandlungssatz erneut senken.

 

Weshalb darf der APK-Umwandlungssatz tiefer sein als es das Gesetz über die berufliche Vorsorge vorschreibt?

Das Gesetz über die berufliche Vorsorge (BVG) definiert einen Mindestumwandlungssatz von 6,8 % im Referenzalter 65 (Frauen: Referenzalter 64). Diese Bestimmung ist aber nur massgebend für die gemäss BVG vorgeschriebenen Mindestleistungen (obligatorischer Teil). Alle von der APK angebotenen Vorsorgepläne sehen jedoch deutlich höhere Leistungen vor (überobligatorischer Teil), als dies gemäss BVG vorgeschrieben ist.

 

Die Sparguthaben gemäss Vorsorgereglement der APK setzen sich durchschnittlich zu 40 % aus obligatorischem und zu 60 % aus überobligatorischem Guthaben zusammen. Die APK kann den Umwandlungssatz auf dem gesamten Sparguthaben frei festlegen, wobei die APK-Altersrente mindestens gleich hoch sein muss wie die BVG-Rente (Vgl. dazu Beispiele vor   und nach   der Senkung des Umwandlungssatzes).

 

Die APK hat im Geschäftsjahr 2016 auf den Vermögensanlagen eine Performance von 5 % erreicht. Weshalb muss der Umwandlungssatz trotz des guten Ergebnisses weiter gesenkt werden?

Die durchschnittliche Performance der APK von 2007 bis 2016 beträgt 2 %. Die APK muss die Rentenkapitalien (3 %, Höhe des aktuellen technischen Zinssatzes) als auch die Sparguthaben der aktiv Versicherten verzinsen (2017: 1 %) und die notwendigen technischen Rückstellungen bilden. Langfristig war dafür eine durchschnittliche Performance von mindestens 3 % nötig. Der Vorstand, das oberste Organ der APK, muss die finanzielle Stabilität der APK gewährleisten: Einnahmen und Ausgaben sollen dauerhaft im Gleichgewicht sein. Da die Erträge auf den Finanzmärkten nur beschränkt beeinflusst werden können, müssen Anpassungen auf der Ausgabenseite vorgenommen werden.

 

Wird der Umwandlungssatz weiter sinken?

Der Umwandlungssatz muss periodisch auf die Veränderung seiner Einflussgrössen (Entwicklung der Lebenserwartung und der Zinsen auf dem Kapitalmarkt) überprüft werden. Die künftige Entwicklung kann jedoch nicht vorhergesagt werden. Als verantwortungsvolle Vorsorgeeinrichtung überprüft die APK regelmässig, ob der aktuell geltende Umwandlungssatz nachhaltig finanziert ist.

 

Haben andere Pensionskassen ihren Umwandlungssatz ebenfalls gesenkt?

Diverse Pensionskassen in der Schweiz haben diesen Schritt bereits vollzogen und weitere werden folgen. Dieser Schritt ist aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung und des tiefen Zinsniveaus unvermeidlich.

 

Hat die Umwandlungssatzsenkung Einfluss auf den Kapitalbezug bei Pensionierung?

Nein. Sie haben auch mit dem tieferen Umwandlungssatz die Möglichkeit, einen Teil der Rente in Kapitalform zu beziehen. Im Maximum können Sie aktuell denjenigen Betrag Ihres Sparguthabens in Kapitalform beziehen, der den Betrag der elffachen maximalen jährlichen AHV-Altersrente übersteigt.

 

Hat die Umwandlungssatzsenkung Einfluss auf die Höhe der Invalidenrente?

Die Höhe der vollen Invalidenrente wird in Prozenten des versicherten Lohnes im Vorsorgeplan festgelegt.

 

Haben Frauen und Männer den gleichen Umwandlungssatz?

Ja. Die APK unterscheidet bei der Berechnung des Umwandlungssatzes nicht zwischen Frauen und Männern.

 

Hat die Umwandlungssatzsenkung Einfluss auf die Höhe der Risikobeiträge?

Nein. Die Risikobeiträge bleiben auch nach der Umwandlungssatzsenkung unverändert.

 
 

Umwandlungssatz 2019: Technische Grundlagen

 

Wie hoch ist der technische Zinssatz der APK?

Aktuell bewertet die APK ihre Rentenverpflichtungen mit einem technischen Zinssatz von 3 %. Damit berechnet sie den heutigen Wert der künftigen Vorsorgeleistungen. Da sich das Zinsniveau auf dem Kapitalmarkt seit Jahren auf sehr tiefem Niveau bewegt, wird die APK ab 1. Januar 2019 einen technischen Zinssatz von 2.25 % verwenden. Dieser Schritt erhöht das Vorsorgekapital für die Renten und belastet den Deckungsgrad.

 

Was ist der Zusammenhang zwischen dem Umwandlungssatz und dem technischen Zinssatz?

Die Höhe des Umwandlungssatzes ergibt sich im Wesentlichen aus dem zu Grunde gelegten technischen Zinssatz (zu welchem durchschnittlichen Zinssatz kann das nach den Rentenzahlungen verbleibende Kapital bis zum Lebensende angelegt werden) und der Lebenserwartung bei Rentenbeginn (Abschätzung der Rentendauer). Der technische Zinssatz von 2.25 % und die Umstellung auf die neuen technischen Grundlagen VZ 2015 führen ab 2019 zu einem Umwandlungssatz von 5.3 % im Alter 65.

 

Welche technischen Grundlagen verwendet die APK?

Heute verwendet die APK die technischen Grundlagen VZ 2010. Diese dienen zur Bewertung der künftigen versicherungstechnischen Verpflichtungen einer Pensionskasse und basieren auf biometrischen Merkmalen: die Wahrscheinlichkeit zu sterben, verheiratet zu sein oder invalid zu werden. Ab 2019 wird die APK die aktualisierten technischen Grundlagen VZ 2015 anwenden.

 
 

Umwandlungssatz 2019: Abfederungsmassnahmen

 

Sind Abfederungsmassnahmen vorgesehen?

Ja. Unabhängig vom Alter der Versicherten wird die APK eine APK-Gutschrift 2019 gutschreiben. Diese Gutschrift entspricht 2.5 % des Sparguthabens per 31. Dezember 2018 und wird verteilt über drei Jahre. Die genauen Regeln werden Sie in den Übergangsbestimmungen (Anhang zum Vorsorgeplan) finden und ab 2018 auch hier.

 

Zudem wird der Umwandlungssatz für Pensionierungen in den Jahren 2019 und 2020 stufenweise gesenkt.

  

Sind die APK-Gutschriften 2019 in den Simulationsberechnungen berücksichtigt?

Ja, die APK-Gutschrift 2019 wird in allen künftigen Simulationen eingerechnet.

 

Wird die APK-Gutschrift 2019 auch gewährt, wenn ich einen Teil der Altersrente als einmaliges Alterskapital beziehe?

Der Zweck der APK-Gutschrift 2019 ist es, die Senkung des Umwandlungssatzes abzufedern. Wird nun statt der Altersrente teilweise das Alterskapital bezogen, so verfallen die noch nicht gutgeschriebenen Tranchen der APK-Gutschrift 2019 im Verhältnis zum Kapitalanteil.

 
 

Umwandlungssatz 2019: Übergangsbestimmungen

 

Lohnt sich eine vorzeitige Pensionierung in Anbetracht der sinkenden Umwandlungssätze?

Bei einer vorzeitigen Pensionierung fällt das Lohneinkommen weg. Die dadurch entstehende Einkommenseinbusse bis zum ordentlichen Pensionierungsalter muss zusätzlich abgedeckt werden. Ein (Teil-)Vorbezug der AHV-Rente führt zu lebenslänglichen AHV-Rentenkürzungen.

 

Durch die Abfederungsmassnahmen der APK-Gutschrift 2019 und des stufenweise sinkenden Umwandlungssatzes werden die Folgen der Senkung des Umwandlungssatzes vermindert.

 

Unter Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen (APK-Gutschrift 2019 und stufenweise sinkender Umwandlungssatz), des Lohnausfalls und der Auswirkungen auf die Rente der ersten Säule (AHV) könnte eine vorzeitige Pensionierung finanziell von Nachteil sein. Eine vorzeitige Pensionierung unter dem bisherigen Recht ist letztmals per 30. November 2018 möglich (arbeitsvertragliche Kündigungsfrist beachten). Konkrete Simulationsberechnungen, die sich auf Ihre Versicherungssituation beziehen, kann die APK voraussichtlich ab Sommer 2018 erstellen.

 

Welche Jahrgänge sind von der stufenweise Senkung des Umwandlungssatzes betroffen?

Die Senkung erfolgt für Versicherte mit den Jahrgängen 1954 bis 1962 bei einer (vorzeitigen) Pensionierung in den Jahren 2019 und 2020 stufenweise. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Kann die APK Simulationen für unterschiedliche Pensionierungszeitpunkte erstellen?

Für detaillierte Simulationsberechnungen wenden Sie sich bitte ab Sommer 2018 an die für Sie zuständige Kontaktperson. Der Name der für Sie zuständigen Person ist auf Ihrem Vorsorgeausweis oben links aufgeführt oder unter diesem Link ersichtlich.

 

Wo erhalte ich weitere Informationen und Auskünfte?

Für individuelle Auskünfte stehen Ihnen die Mitarbeitenden der Abteilung Versicherung gerne zur Verfügung. Ihre Kontaktperson ist auf dem Ihnen im September 2017 zugestellten Informationsschreiben oben links aufgeführt oder unter diesem Link ersichtlich.  

 
 

Umwandlungssatz 2019: Fragen von Arbeitgebenden

 

Entstehen für Arbeitgebende Mehrkosten?

Nein. Die APK-Gutschriften 2019 werden von der APK finanziert. Entscheidet sich allerdings ein Arbeitgeber die Sparbeiträge in seinem Vorsorgeplan zu erhöhen, führt dies zu Mehrkosten (vgl. nächste Frage).

 

Was können Arbeitgebende tun, damit die künftige Altersrente ihrer Mitarbeitenden weniger stark sinkt?

Höhere Sparbeiträge vergrössern das individuelle Sparguthaben. Damit steigt die Altersrente. Arbeitgeber können dies unterstützen, indem sie die Sparbeiträge zu Gunsten ihrer Mitarbeitenden erhöhen. Dazu muss der individuelle Vorsorgeplan angepasst werden. Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot. Kontaktieren Sie Alain Siegfried, stv. Geschäftsführer (alain.siegfried(at)agpk.ch, Telefon 062 838 91 33).

 
 

Mutationen

 

Wohnortswechsel

Muss ich einen Wohnortswechsel innerhalb der Schweiz der APK melden?

Bitte teilen Sie uns Ihre neue Adresse umgehend mit. Klicken Sie hier für das online Formular.
Muss ich einen Wohnortswechsel ins Ausland der APK melden; was ist zu beachten?

  • Bitte teilen Sie uns umgehend Ihre neue Adresse schriftlich mit.

  • Die Rentenleistungen werden auch bei einem Wohnortswechsel im Ausland monatlich ausgerichtet.

  • Die monatliche Auszahlung Ihrer Rentenleistung untersteht bei Wohnsitz im Ausland möglicherweise der Quellensteuer. Ein allfälliger Abzug erfolgt direkt von Ihrer monatlichen Auszahlung.

Hier können Sie uns die Änderung online mitteilen

 

Auszahlung Rente

Meine Auszahlung soll auf ein anderes Bankkonto erfolgen, was muss ich unternehmen?

Bitte teilen Sie uns die neue Bank- oder Postverbindung schriftlich mit:
- Bankname und Ort bzw. neues Postcheckkonto
- IBAN-Nummer
- Änderung gültig ab

 

Klicken Sie hier um die Meldung der Auszahlungsadresse online zu melden.

 
 

Altersleistungen

 

Umwandlungssatz

Was bedeutet Umwandlungssatz?

 

Er legt fest, wie hoch die lebenslängliche Altersrente ist, die aus dem angesparten Guthaben ausbezahlt wird.

 

 Beispiel:

Altersguthaben bei Pensionierung im Alter 65APK-UmwandlungssatzLebenslängliche jährliche Altersrente
CHF 300'0005.3 %*CHF 15'900

(Berechnung: CHF 300'000 x 5.3 % = CHF 15'900)

 *stufenweise Senkung ab 01.01.2019

 

Wie hoch ist der Umwandlungssatz bei der APK?

 

Alter
Umwandlungssatz
585.00 %
595.10 %
605.20 %
615.30 %
625.45 %
63

5.60 %

645.75 %
655.90 %
666.05 %
676.20 %
686.40 %
696.60 %
706.80 %

 

Der Umwandlungssatz im jeweiligen Alter gilt für Männer und Frauen.

 

 

 

 

Pensionierungszeitpunkt

Auf welchen Zeitpunkt werde ich pensioniert?

Das ordentliche Pensionierungsalter wird im Vorsorgeplan Ihrer Arbeitgeberin festgelegt. Der Altersrücktritt kann auch vor oder nach Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters erfolgen.

Merkblatt Altersleistungen

 

Kann ich mich früher pensionieren lassen, ab wann?

  • Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach Vollendung des 58. Altersjahres können Altersleistungen ausgerichtet werden.
  • Die Rentenleistungen werden gekürzt (tieferer Umwandlungssatz).

Kann ich die Altersrente aufschieben?

  • Ja, wenn das Arbeitsverhältnis über das ordentliche Pensionierungsalter weitergeführt wird.
  • Der Aufschub ist auf längstens fünf Jahre nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters der AHV beschränkt.
  • Die Rentenleistungen werden erhöht (höherer Umwandlungssatz).

Kann ich mich in Teilschritten pensionieren lassen?

Nach dem zurückgelegten 58. Altersjahr kann der Altersrücktritt in maximal drei Teilschritten erfolgen. Voraussetzung ist pro Teilschritt eine Reduktion des Beschäftigungsgrades um mindestens 20 % der Normalarbeitszeit. Falls Sie ein Teil in der Altersleistung in Kapitalform beziehen möchten, beachten Sie bitte, dass das Alterskapital nur in einem der max. drei Teilschritte bezogen werden kann.

Merkblatt Altersrücktritt in Teilschritten

 

Kapital statt Rente

Kann ich anstelle der Altersrente eine Kapitalabfindung verlangen?

Wahlweise kann folgender Teil der Altersrente als einmaliges Alterskapital ausgerichtet werden:
a) ein Viertel des BVG-Altersguthabens (d.h. ein Viertel des gesetzlichen Minimums); oder
b) die Hälfte des BVG-Altersguthabens (d.h. die Hälfte des gesetzlichen Minimums); oder
c) der Gesamt- oder ein Teilbetrag desjenigen Teils des Sparguthabens, der den Betrag der elffachen maximalen jährlichen AHV-Altersrente übersteigt.

Der schriftliche Antrag auf Ausrichtung des Alterskapitals ist der APK mindestens drei Monate vor dem Pensionierungszeitpunkt einzureichen (vgl. die Bestimmungen im Vorsorgereglement Art. 30). Später eingereichte Anträge werden nicht mehr berücksichtigt.

Kapitalauszahlung

Antrag Kapitalbezug

 

Überbrückungsrente

Kann ich bei einem Bezug der APK-Altersrente eine Überbrückungsrente beantragen?

 
 

Todesfallleistungen

 

Partnerschaft

Ich bin nicht verheiratet, sondern lebe in einer Partnerschaft. Muss ich dies der APK melden?

  • Die Partnerin bzw. der Partner erhalten im Beitragsprimat Todesfallleistungen.
  • Ihr Anspruch wird durch die APK erst im Zeitpunkt des Todesfalls der versicherten Person überprüft. Eine vorgängige Registrierung ist bei der APK nicht vorgesehen. Einzig die Verteilung eines allfälligen Todesfallkapitals innerhalb der einzelnen Begünstigtenkategorien a - d kann nach freiem Ermessen festgelegt werden (vgl. Art. 38 Vorsorgereglement).

 

Vorgehen im Todesfall

Welche Unterlagen werden im Todesfall einer Arbeitnehmerin/eines Arbeitnehmers benötigt?

Im Todesfall benötigen wir folgende Unterlagen:

  • von den Arbeitgebenden:
    Formular „Meldung eines Todesfalles" (Angabe des Todestages und der Dauer des Lohnnachgenusses)
    Formular: Meldung eines Todesfalles
  • von den Hinterbliebenen:
    Formular „Angaben zum Bezug von Todesfallleistungen"
    Kopie des mit dem Todesdatum nachgeführten Familienbüchleins
    Kopie Todesschein (nur, wenn kein Familienbüchlein existiert)
    Kopie Verfügung der eidg. AHV/IV
    Ausbildungsnachweise der Kinder (falls diese das 25. Altersjahr noch nicht erreicht haben)
    Formular:  Angaben zum Bezug von Todesfallleistungen


Wie muss ich vorgehen, wenn die verstorbene Person bereits Rentenbezüger/in der APK war?

Bitte melden Sie uns den Todesfall telefonisch oder schriftlich. Wenn anspruchsberechtigte Hinterbliebene vorhanden sind, benötigen wir zudem folgende Unterlagen:

  • Kopie des mit dem Todesdatum nachgeführten Familienbüchleins
  • Auszahlungsangaben (Post/Bank).

Diese Angaben benötigen wir schriftlich.

 

Leistungen der APK im Todesfall

Welche Rentenleistungen können meine Hinterbliebenen erwarten?

a) Witwen und Witwer
Anspruch auf eine Witwen-/Witwerrente besteht, wenn im Zeitpunkt des Todes der versicherten Person bzw. der Rentnerin oder des Rentners:

  • die Ehe (unter Anrechnung der vorangegangenen eheähnlichen Gemeinschaft mit gemeinsamen Haushalt) ununterbrochen 5 Jahre gedauert hat; oder
  • die Witwe oder der Witwer für den Unterhalt mindestens eines Kindes aufkommen muss; oder
  • die Witwe oder der Witwer eine ganze Invalidenrente der IV bezieht.

Stirbt eine Rentnerin oder ein Rentner und erfüllt die Witwe oder der Witwer keine der Voraussetzungen besteht Anspruch auf eine Abfindung. Die Höhe der Witwen- und Witwerrenten sowie der Abfindung wird im Vorsorgeplan festgelegt. Sie können die Höhe der versicherten Rente dem Vorsorgeausweis entnehmen.

b) Eingetragene Partnerinnen und Partner
Überlebende eingetragene Partnerinnen und Partner haben die gleiche Rechtstellung wie die Witwen und Witwer.

 
c) Nicht eingetragene Partnerinnen oder Partner
Überlebende nicht eingetragene Partnerinnen und Partner haben Anspruch auf die Partnerrente wenn die folgenden Bedingungen kumulativ erfüllt sind:

  • die eheähnliche Lebensgemeinschaft mit gemeinsamen Haushalt hat im Zeitpunkt des Todes nachweisbar mindestens fünf Jahre ununterbrochen gedauert oder die überlebende Person muss für den Unterhalt mindestens eines gemeinsamen Kindes aufkommen;
  • weder die verstorbene noch die überlebende Person war im Zeitpunkt des Todes verheiratet oder in eingetragener Partnerschaft lebend;
  • die beiden Personen waren weder im 1. bis 3. Grad miteinander verwandt oder verschwägert noch standen sie in einem Stiefkindverhältnis;
  • die überlebende Person bezieht weder eine Witwen- bzw. Witwerrente noch eine Partnerrente aus der beruflichen Vorsorge.

Die Höhe der Partnerrente richtet sich nach den Bestimmungen der Witwen- bzw. Witwerrente.

 

Gibt es bei der APK ein Todesfallkapital?

Stirbt eine versicherte Person, steht ein Todesfallkapital zu:

a) der Witwe oder dem Witwer, der eingetragenen Partnerin oder dem eingetragenen Partner. Überlebende nicht eingetragener Partnerinnen oder Partner haben Anspruch, wenn sie gemäss Art. 35 Abs. 1 des Vorsorgereglementes rentenberechtigt sind.

b) bei Fehlen von Begünstigten nach Buchstabe a: natürliche Personen, die von der versicherten Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind, oder der Person, die mit der versicherten Person in den letzten fünf Jahren bis zum Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehreren gemeinsamer Kinder aufkommen muss;

c) bei Fehlen von Personen nach Buchstabe a und b: den Kindern der verstorbenen Person, den Eltern oder den Geschwistern;

d) bei Fehlen von Personen nach Buchstaben a, b und c; den übrigen gesetzlichen Erben unter Ausschluss des Gemeinwesens.

Die vollständige Begünstigtenordnung und die massgebenden Bestimmungen betr. Ermittlung des Todesfallkapitals finden sich in Art. 38 und 39 des APK-Vorsorgereglements.

Die versicherte Person kann durch schriftliche Erklärung an die APK die Verteilung des Todesfallkapitals innerhalb der einzelnen Begünstigtenkategorien nach freiem Ermessen festlegen. Fehlt eine schriftliche Erklärung, so wird das Todesfallkapital innerhalb der anspruchsberechtigten Begünstigtenkategorien zu gleichen Teilen ausgerichtet.

 

Waisenrenten

Wann besteht Anspruch auf Waisenrenten?

  • Die Kinder der verstorbenen Versicherten oder Rentnerinnen und Rentner haben Anspruch auf Waisenrenten. Der Anspruch erlischt mit Vollendung des 18. Altersjahres. Für Waisen, die sich noch in Ausbildung befinden oder zu mindestens 70 % invalid sind, bleibt der Anspruch jedoch längstens bis zur Vollendung des 25. Altersjahres bestehen.
  • Die Pflegekinder haben nur dann einen Anspruch, wenn die verstorbene Person für ihren Unterhalt aufzukommen hatte. Eine freiwillige Unterstützung reicht für den Waisenrentenanspruch nicht aus.
  • Die Höhe der Waisenrente wird im Vorsorgeplan festgelegt. Sie können diese Angaben auch dem Vorsorgeausweis entnehmen.
  • Der APK sind die entsprechenden Nachweise (Lehrvertrag; Studienbestätigung, etc.) einzureichen.
 

Scheidung / Auflösung Partnerschaft

Was ist bei Ehescheidung oder gerichtlicher Auflösung der eingetragenen Partnerschaft zu beachten?

a) Geschiedene haben beim Tod der früheren Ehefrau bzw. des früheren Ehemannes Anspruch auf eine Rente in der Höhe der Witwen- bzw. Witwerrente, sofern:

  • die Ehe mindestens zehn Jahre gedauert hatte; und
  • ihnen im Scheidungsurteil eine Rente oder eine Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente zugesprochen wurde.

b) Ehemalige Partnerinnen und Partner in eingetragener Partnerschaft haben Anspruch auf eine Partnerrente, sofern:

  • die eingetragene Partnerschaft mindestens zehn Jahre gedauert hat; und
  • der ehemaligen Partnerin oder dem ehemaligen Partner im Auflösungsurteil eine Rente oder eine Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente zugesprochen wurde.

Die Rentenleistungen werden um jenen Betrag gekürzt, um den sie zusammen mit den Leistungen der übrigen Versicherungen, insbesondere AHV und IV, den Anspruch aus dem Scheidungsurteil bzw. dem Urteil über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft übersteigen.

Die APK benötigt für die Prüfung eines Anspruchs folgende Unterlagen:

  • Scheidungsurteil oder Urteil über die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft
  • Betrag der Alimente im laufenden Jahr
  • Rentenverfügung der eidg. AHV betreffend Witwen-/Witwerrente
  • Nachweis über den derzeitigen Zivilstand
  • Zahlungsadresse für allfällige Rentenüberweisung
 
 

Invalidenrenten

 

Leistungen der APK

Welche Leistungen erhalte ich bei Arbeitsunfähigkeit?

Bei Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit beginnt die Beitragsbefreiung bei Wegfall des Anspruchs auf eine 100 %ige Lohnfortzahlung oder entsprechende Versicherungsleistungen, frühestens aber nach drei Monaten und spätestens nach einem Jahr.

Welche Leistungen erhalte ich im Invaliditätsfall?

a) Voraussetzungen des Anspruchs auf eine Invalidenrente
Anspruch auf eine Invalidenrente haben Personen, die kumulativ:

  • ihre Erwerbstätigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen der IV wieder herstellen, erhalten oder verbessern können; und
  • während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 25 % arbeitsunfähig gewesen sind; und
  • nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 25 % invalid sind und das ordentliche Pensionierungsalter noch nicht erreicht haben; und
  • die übrigen Voraussetzungen nach Art. 23 BVG erfüllen.

b) Höhe der Invalidenrente
Die Höhe der vollen Invalidenrente wird in Prozenten des versicherten Lohnes im Vorsorgeplan festgelegt. Die Höhe der Teilinvalidenrente entspricht der vollen Invalidenrente, multipliziert mit dem Invaliditätsgrad.

Personen haben Anspruch auf:

  • eine volle Invalidenrente, wenn sie im Sinne der IV zu mindestens 70 % invalid sind;
  • eine Teilinvalidenrente, wenn sie im Sinne der IV zu mindestens 25 % und zu weniger als 70 % invalid sind.


Die Invalidenrente wird am Monatsende nach Vollendung des ordentlichen Pensionierungsalters gemäss dem für Sie geltenden Vorsorgeplan, i.d.R. des 65. Altersjahres, aufgrund des Sparguthabens, welches für die Invalidenrentnerinnen und -rentner aufgrund des letzten versicherten Lohns weitergeführt wird, als Invalidenrente neu berechnet.

 

Ab welchem Zeitpunkt erhalte ich die Invalidenrente der APK?

Beginn und Revision des Anspruchs auf eine Invalidenrente richten sich sinngemäss nach den Vorschriften der IV.

Der Zeitpunkt richtet sich nach dem für Sie geltenden Vorsorgeplan, i.d.R. nach zwei Jahren nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Der Anspruch erlischt mit dem Tod oder wenn der Invaliditätsgrad weniger als 25 % beträgt.

 

Erhalte ich Invalidenkinderrenten?

  • Für Kinder bis zum 18. Altersjahr  bzw. Kinder in Ausbildung bis zum erfüllten 25. Altersjahr.
  • Der APK sind die entsprechenden Nachweise (Lehrvertrag, Studienbestätigung, etc.) unaufgefordert einzureichen.


Was bedeutet Kürzung bei Überentschädigung?

Invalidenleistungen werden gekürzt, soweit sie zusammen mit anderen anrechenbaren Einkünften 90 % des mutmasslich entgangenen Verdienstes übersteigen.

 

Was muss ich der APK melden?

Veränderungen der persönlichen Verhältnisse (Adresse / Zivilstand / Auszahlungsadresse / Änderung Ihrer Arbeitsfähigkeit / Tod von rentenberechtigten Personen etc.) sind uns sofort mitzuteilen, damit die Ausrichtung der Rentenleistungen überprüft werden kann.

 

Anmeldeverfahren

Wie muss ich als Arbeitgeber/in vorgehen, wenn eine angestellte Person krankheitsbedingt oder unfallbedingt arbeitsunfähig ist?

Der Arbeitgeber meldet nach dem Wegfall des Anspruchs auf eine 100 %ige Lohnfortzahlung eine (teil)arbeitsunfähige Person zur Prüfung einer Beitragsbefreiung bei der APK an, frühestens nach drei Monaten und spätestens nach einem Jahr (Art. 44 Vorsorgereglement).

 

Formular:
Meldung einer Beitragsbefreiung gem. Art. 44 VR

 

Zudem meldet der Arbeitgeber eine (teil)arbeitsunfähige Person auf den frühest möglichen Zeitpunkt, spätestens aber nach drei Monaten bei der zuständigen IV-Stelle oder dem mit ihr zusammen arbeitenden Versicherer zur Früherfassung an.

Die Meldepflicht entfällt, wenn:

  • die (teil)arbeitsunfähige Person die Meldung zur Früherfassung oder die Anmeldung bei der Invalidenversicherung bereits vorgenommen hat; oder
  • die aus ärztlicher Sicht zu erwartende Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich weniger als drei Monate dauert.

Formular:
Meldeformular Früherfassung zu Handen IV-Stelle


Wie muss ich als Arbeitnehmer/in vorgehen, wenn ich arbeitsunfähig bin?

Sind Sie (teil)arbeitsunfähig, dann haben Sie sich auf den frühest möglichen Zeitpunkt, spätestens aber nach drei Monaten bei der zuständigen IV-Stelle zur Früherfassung zu melden oder der APK die Anmeldung zum Bezug einer Invalidenrente einzureichen.

Die Meldepflicht entfällt, wenn

  • der Arbeitgeber die Meldung zur Früherfassung bereits vorgenommen hat; oder
  • die aus ärztlicher Sicht zu erwartende Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich weniger als drei Monate dauert.

Formular:

Meldeformular Früherfassung zu Handen IV-Stelle

 

Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als ein Jahr an, ist bei der APK eine Anmeldung zum Bezug von Invalidenleistungen einzureichen.

 

Formular:Anmeldung zum Bezug von Invalidenleistungen 

 
 

Aktiv Versicherte

 

Auskauf von Rentenkürzungen

Kann ich die Kürzung der Altersleistungen vorfinanzieren bzw. auskaufen?

Die Versicherten können unter Einhaltung der gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen (z.B. voll eingekauft, Vorbezüge für die Wohneigentumsförderung zurückbezahlt) ein Zusatzsparkonto eröffnen, mit dem je nach Wahl der Versicherten finanziert wird:

Merkblatt freiwilliger Einkauf in das Zusatzsparkonto

 

Austritt aus der APK

Was passiert bei einem Austritt?

a) Der Arbeitgeber meldet der APK Ihren Austritt.
Versicherte, welche die APK verlassen, bevor ein Vorsorgefall eintritt, haben Anspruch auf eine Austrittsleistung. Nach vollendetem 58. Altersjahr besteht dieser Anspruch aber nur, wenn sie die Erwerbstätigkeit weiterführen oder als arbeitslos gemeldet sind.

b) Sie wechseln die Stelle und die Pensionskasse
Die Austrittsleistung wird von der APK an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers überwiesen. Hiefür benötigt die APK die Zahlungsangaben. Bitte teilen Sie diese vor dem Austritt mit (Einzahlungsschein einreichen).

c) Sie haben keine neue Vorsorgeeinrichtung

  • z.B. Unterbruch der Erwerbstätigkeit: Sie können die Austrittsleistung auf ein Freizügigkeitssparkonto einer Bank bzw. bei der Post oder auf eine Freizügigkeitspolice einer Versicherung überweisen lassen.
  • Falls Sie das 58. Altersjahr erreicht haben, besteht die Möglichkeit, die Risikovorsorge als Einzelmitglied weiterzuführen. Die Vorsorge- und Verwaltungskosten sind vollumfänglich vom Einzelmitglied zu finanzieren.

Merkblatt Austritt

Merkblatt Einzelmitgliedschaft

 

Kann ich die Austrittsleistung bar beziehen?

Die Austrittsleistung wird vor Eintritt eines Vorsorgefalles (teilweise) bar ausbezahlt, wenn Sie

  • eine selbständige Erwerbstätigkeit im Haupterwerb aufnehmen und dies mit einer Bestätigung der Ausgleichskasse AHV belegen
  • die Schweiz endgültig verlassen und uns eine Abmeldebestätigung der Einwohnerkontrolle einreichen
  • die Austrittsleistung geringfügig ist. Geringfügigkeit liegt vor, wenn die Austrittsleistung weniger als der persönliche Jahresbeitrag (Spar- und Risikobeiträge) beträgt.

An Anspruchsberechtigte, die verheiratet sind oder in eingetragener Partnerschaft leben, ist die Barauszahlung nur zulässig, wenn der Ehegatte, die eingetragene Partnerin oder der eingetragene Partner schriftlich zustimmt.

Bei definitiver Ausreise aus der Schweiz in ein Land der EU bzw. EFTA kann nur der überobligatorische Teil der Austrittsleistung bar ausbezahlt werden, sofern die betroffene Person obligatorisch dem landesüblichen Sozialversicherungssystem unterstellt ist. Nähere Informationen erhalten Sie in unserem Merkblatt oder direkt unter dem Link zur Verbindungsstelle.

 

Muss ich die Barauszahlung der Austrittsleistung versteuern?

Eine Barauszahlung ist immer zu versteuern. Auskunft erteilt Ihr Steueramt. Bei endgültigem Verlassen der Schweiz wird nach Weisungen des kantonalen Steueramtes die Quellensteuer abgezogen, ausser wenn die schriftliche Bestätigung des Steueramtes vorliegt, dass die Auszahlung bereits ordentlich besteuert wurde.

 

Einkaufsmöglichkeiten

Kann ich mich zusätzlich freiwillig einkaufen?

Falls Sie nicht vollständig in die reglementarischen Leistungen eingekauft sind, besteht einmal pro Jahr die Möglichkeit, einen freiwilligen Einkauf zu tätigen. Der maximal mögliche Einkauf reduziert sich um:
a) das Freizügigkeitsguthaben, welche die versicherte Person nicht in die APK eingebracht hat;
b) bereits getätigte Vorbezüge für die Wohneigentumsförderung, welche aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen nicht mehr zurückbezahlt werden können (Rückzahlungen sind bis drei Jahre vor Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters zugelassen);
c) Guthaben aus der Säule 3a, soweit diese die vom Bundesamt für Sozialversicherung herausgegebenen Tabellenwerte übersteigen.

Freiwillige Einkäufe können aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen erst vorgenommen werden, wenn Vorbezüge für die Wohneigentumsförderung zurückbezahlt worden sind. Vorbehalten bleiben Versicherte, bei  denen eine Rückzahlung aufgrund ihres Alters nicht mehr zulässig ist oder infolge Wiedereinkauf nach einer Ehescheidung bzw. der gerichtlichen Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft.

Für Personen, welche aus dem Ausland zuziehen und noch nie einer Vorsorgeeinrichtung in der Schweiz angehört haben, darf in den ersten fünf Jahren nach Eintritt in eine schweizerische Vorsorgeeinrichtung die jährliche Einkaufssumme 20 % des versicherten Lohns nicht überschreiten.

Die Beurteilung der steuerlichen Abzugsfähigkeit der persönlichen Einlagen obliegt der Steuerbehörde.


Tabelle zur Berechnung des grösstmöglichen Säule 3a-Guthabens

Merkblatt freiwilliger Einkauf


Wo finde ich die Information, ob ich voll eingekauft bin?

Die APK stellt Ihnen jährlich den aktuellen Vorsorgeausweis zu. Darin ist bei "Einkaufsmöglichkeit" der maximal mögliche Einkaufsbetrag in das reglementarische Sparguthaben aufgeführt.  

 

Kann ich mich jederzeit persönlich zusätzlich einkaufen?

Vor Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters können Sie sich mittels persönlicher Einlagen in die reglementarischen Vorsorgeleistungen einkaufen; die Einlagen werden Ihrem Sparguthaben gutgeschrieben. Verlangen Sie direkt bei der APK eine Einkaufsofferte. Beachten Sie bitte die Einschränkungen bei einem teilweisen Kapitalbezug der Altersleistungen im Zeitpunkt der Pensionierung.
Merkblatt freiwilliger Einkauf

 

Freizügigkeitsguthaben / Freizügigkeitskonti

Muss ich die Freizügigkeitsleistung meiner früheren Vorsorgeeinrichtung in die APK einbringen?

Ja. Sie sind gesetzlich verpflichtet, beim Eintritt sämtliche Freizügigkeitsleistungen früherer Vorsorgeeinrichtungen an die APK zu überweisen. Diese werden in erster Linie dem Sparguthaben, in zweiter Linie dem Zusatzsparkonto gutgeschrieben. Falls Sie kein Zusatzsparkonto wünschen, können Sie dieses auf ein Freizügigkeitskonto Ihrer Wahl übertragen lassen.

 

Muss ich meine Guthaben auf Freizügigkeitskonti oder Freizügigkeitspolicen auflösen und überweisen?

Falls Sie beim Eintritt nicht bereits für die maximalen reglementarischen Leistungen versichert sind, verlangt der Gesetzgeber und das Steueramt, dass auch diese Guthaben aufgelöst und der APK überwiesen werden.

 

Wer löst mein Freizügigkeitskonto oder meine Freizügigkeitspolice auf?

Das Konto, bzw. die Police, lautet auf Ihren Namen. Sie können es daher nur selbst auflösen, wir können es nicht für Sie tun.

 

Mutterschaftsurlaub

Wie bin ich während der Dauer des Mutterschaftsurlaubes versichert?

Variante A: Sie erhalten während der Dauer des Mutterschaftsurlaubes weiterhin den vollen Lohn
Die Versicherung wird auf dem bisherigen Niveau weitergeführt und Sie und Ihr Arbeitgeber entrichten die Beiträge unverändert weiter.

Variante B: Sie erhalten Sie während der Dauer des Mutterschaftsurlaubes einen reduzierten Lohn
Die Versicherung wird grundsätzlich auf dem bisherigen Niveau weitergeführt. Sie können aber die Herabsetzung des versicherten Lohnes auf die Basis der Mutterschaftsentschädigung verlangen. Ihr Arbeitgeber meldet der APK die Lohnreduktion. 

 

Scheidung/Auflösung der Partnerschaft

Was passiert bei einer Scheidung mit meinen Versicherungsleistungen?

Das Scheidungsrecht (ZGB) sieht eine Aufteilung der während der Ehe erworbenen Austrittsleistungen vor. Das Scheidungsgericht legt die Höhe der Aufteilung im Urteil fest und weist die betreffende Vorsorgeeinrichtung zum Übertrag an die Ehegattin/den Ehegatten an. Falls ein Übertrag zu Ihren Gunsten erfolgt, erhöht dies Ihr Sparguthaben, bei einem Übertrag zu Ihren Lasten vermindert sich dieses. Sie haben die Möglichkeit, sich wiederum im Rahmen des Übertrages einzukaufen.
Merkblatt freiwilliger Einkauf

 

Was passiert bei einer Auflösung der eingetragenen Partnerschaft mit meinen Versicherungsleistungen?

Die Auflösung der eingetragenen Partnerschaft entfaltet die gleichen Wirkungen und Folgen wie die Auflösung eines Eheverhältnisses. Die vorstehenden Ausführungen gelten somit analog bei der Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft.
Merkblatt freiwilliger Einkauf

 

Versicherter Lohn und Beiträge

Was ist der versicherte Lohn? Wie wird er berechnet?

Der anrechenbare Lohn sowie der versicherte Lohn werden im Vorsorgeplan festgelegt. Der versicherte Lohn entspricht dem anrechenbaren Jahreslohn vermindert um den Koordinationsabzug.

 

Wie berechnet sich der persönliche Jahresbeitrag?

Die Aufteilung und die Höhe der Spar- und Risikobeiträge werden im Vorsorgeplan festgelegt. Am Beispiel des Vorsorgeplans des Kantons Aargau ist nachstehend die Altersstaffelung der Sparbeiträge ersichtlich, sowie die Aufteilung zwischen Versicherte und Arbeitgeber. Die Angaben in der Tabelle sind Prozentwerte des versicherten Lohns.

 

Alter

Sparbeitrag Versicherte

Sparbeitrag Arbeitgeber

Risikobeitrag Versicherte

Risikobeitrag Arbeitgeber

18 – 19

  -

  -

1.0

1.7

20 - 24  2.4  3.61.01.7

25 – 34

  6.1

  7.4

1.0

1.7

35 – 39

  7.1

10.4

1.0

1.7

40 – 44

  8.1

11.4

1.0

1.7

45 – 49

  9.1

12.4

1.0

1.7

50 – 54

  9.1

14.4

1.0

1.7

55 – 65

10.1

15.4

1.0

1.7

 

 

Beispiel für eine versicherte Person, im 41. Altersjahr

Anrechenbarer Lohn CHF    70'000.00  
Versicherter Lohn CHF    49'000.00    

 

 

Beitragssätze

          Spar          Risiko         Total
Arbeitnehmer         8.10%             1.0%           9.1%
Arbeitgeber          11.4%             1.7%         13.1%
Total         19.5%             2.7%         22.2%

 

 

Beitrag in CHF Versicherte Arbeitgeber          Total
Spar     3'969.00       5'586.00     9'555.00
Risiko        490.20          832.80     1'323.00
Total     4'459.20       6'418.80   10'878.00

 

Ältere Arbeitnehmende: Welche zusätzlichen Versicherungsmöglichkeiten bestehen?

Für die Gestaltung Ihrer beruflichen Vorsorge stehen für ältere Arbeitnehmende ab Alter 58 zwei zusätzliche Versicherungsmöglichkeiten zur Verfügung:
- die Weiterversicherung des bisher versicherten Lohnes nach der Lohnreduktion, sowie
- die Weiterführung der Altersvorsorge nach dem ordentlichen Rentenalter, falls dies im Vorsorgeplan Ihres Arbeitgebers vorgesehen ist.

Merkblatt Versicherungsmöglichkeiten für ältere Arbeitnehmer

 

Wer ist bei der APK versichert?

Versichert werden Arbeitnehmende, deren anrechenbarer Jahreslohn die Eintrittsschwelle gemäss Vorsorgeplan übersteigt:
a) ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres für die Risiken Tod und Invalidität
b) frühestens ab 1. Januar nach Vollendung des 17. Altersjahres auch für das Alter. Der Beginn des Sparprozesses wird durch Ihren Arbeitgeber im Vorsorgeplan mit der APK vereinbart.

Die Eintrittsschwelle beträgt aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen 6/8 des Betrages der einfachen maximalen Altersrente (Stand 2016: CHF 21'150). Der Arbeitgeber kann im Vorsorgeplan auch eine tiefere Eintrittsschwelle vorsehen.


Bei Lohnänderungen während des Jahres ist der aktuelle Monatslohn auf den Jahreslohn umzurechnen. Anschliessend ist auf den Stichtag der Veränderung zu prüfen, ob der umgerechnete Jahreslohn die Grenzwerte erreicht. Falls die Eintrittsschwelle nicht mehr erreicht wird, erfolgt ein Austritt aus der APK. Für im Stundenlohn angestellte Personen gelten spezielle Bestimmungen.

Beispiel A
Monatslohn Januar bis März: CHF 1'000; Monatslohn April bis Dezember: CHF 5'320. Für die Zeit von Januar bis März wurde ein auf das Jahr (x 13) umgerechneter Jahreslohn von CHF 13'000 erzielt. Der Grenzwert der Eintrittsschwelle wurde nicht erreicht. Es ist keine Versicherung bei der APK möglich. Für die Zeit von April bis Dezember wurde ein auf das Jahr (x13) umgerechneter Jahreslohn von CHF 69'160 erzielt. Der Grenzwert der Eintrittsschwelle wurde per 1. April überschritten. Die/der Angestellte ist obligatorisch ab 1. April bei der APK versichert.

Beispiel B
Monatslohn Januar bis Juni: CHF 2'710; Monatslohn Juli bis Dezember: CHF 850. Für die Zeit von Januar bis Juni wurde ein auf das Jahr (x13) umgerechneter Jahreslohn von CHF 35'230 erzielt. Der Grenzwert der Eintrittsschwelle wurde per 1. Januar erreicht. Die/der Angestellte ist obligatorisch bis Ende Juni bei der APK versichert. Für die Zeit von Juli bis Dezember wurde ein auf das Jahr (x13) umgerechneter Jahreslohn von CHF 11'050 erzielt. Der Grenzwert der Eintrittsschwelle wurde per 1. Juli nicht mehr erreicht. Die/der Angestellte kann die Versicherung bei der APK nicht weiterführen. Es erfolgt ein Austritt aus der Kasse per 30. Juni (Ausnahme: Bedingungen Einzelmitgliedschaft sind erfüllt).

 

Welche Arbeitnehmende können nicht versichert werden?

Nicht versichert werden Arbeitnehmende bzw. Personen,

  • deren Jahreseinkommen die gesetzliche Eintrittsschwelle nicht erreicht,
  • mit einem befristeten Arbeitsvertrag von höchstens drei Monaten,
  • die nebenberuflich tätig sind und bereits für eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit obligatorisch versichert sind, oder im Hauptberuf eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben
  • die im Sinne der eidg. Invalidenversicherung zu mindestens 70 % invalid sind

 

Wie ist der Begriff "hauptberuflich" zu verstehen?

Nicht versichert werden diejenigen Teilzeitmitarbeitenden, die zusätzlich bei einem anderen Arbeitgeber oder als Selbständigerwerbende tätig sind und dabei ein mindestens doppelt so hohes Jahreseinkommen erzielen oder dafür mindestens doppelt so viel Arbeitszeit aufwenden = Hauptberuf.

 

Besteht die Möglichkeit, ein weiteres, bei anderen Arbeitgebenden erzieltes Einkommen bei der APK zu versichern?

Bei anderen Arbeitgebern erzielte Einkommen werden auf Antrag der versicherten Person bei der Ermittlung des anrechenbaren Lohnes berücksichtigt. Voraussetzung ist, dass die Administration des gesamten Vorsorgeverhältnisses über den APK-Arbeitgeber abgewickelt wird.

 

Können Arbeitnehmende, die eine Rente der eidg. Invalidenversicherung erhalten, versichert werden?

Wenn kein Anspruch auf eine ganze Rente der eidgenössischen Invalidenversicherung besteht, gelten für die Versicherungspflicht im Rahmen der beruflichen Vorsorge folgende Bestimmungen:

 

IV-Grad in %Rente der eidg. IVEintrittsschwelle = Jahreseinkommen ab 01.01.2016
40 - 49Viertelsrente15'862.00
50 - 59Halbe Rente10'575.00
60 - 69Dreiviertelsrente5'287.00
ab 70Ganze Rentekeine Versicherung