Glossar

APK-Glossar: d


Deckungsgrad BVG

Der BVG-Deckungsgrad berechnet sich nach Art. 44 BVV 2. Er ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen dem verfügbaren Vermögen und den versicherungstechnischen Verpflichtungen der Kasse. Eine AGBR mit Verwendungsverzicht bei Unterdeckung ist dem verfügbaren Vermögen zuzurechnen. Der BVG-Deckungsgrad gemäss Art. 44 BVV 2 ist massgebend für die Frage, ob Sanierungsmassnahmen nach BVG zu prüfen sind.

 

Der BVG-Deckungsgrad ist von allen Vorsorgeeinrichtungen einheitlich zu ermitteln. Eine annäherungsweise Vergleichbarkeit des Deckungsgrads von verschiedenen Pensionskassen ist nur dann möglich, wenn diese im Rahmen der Bilanzierung u. a. auch den gleichen technischen Zinssatz anwenden. Dieser beeinflusst die Höhe der Verpflichtungen massgeblich.


Deckungskapital

siehe Vorsorgekapital


Delegierte

Die Delegiertenversammlung besteht aus 100 Delegierten, die durch ihre Wahlkreise gewählt werden. Als Delegierte sind nur aktive Versicherte wählbar.


Delegiertenversammlung

Das wichtigste Geschäft der Delegiertenversammlung ist die Wahl der Hälfte des Vorstandes. Sie wird jährlich vom Vorstand über den Geschäftsverlauf orientiert. Zudem nimmt sie Kenntnis vom Jahresbericht und von der Jahresrechnung sowie vom Bericht der Revisionsstelle und des anerkannten Experten.


Demographisches Verhältnis

Verhältniszahl zwischen Versicherten und Renten beziehenden Personen


Derivate

Finanzkontrakte, deren Wert vom Preis eines Basiswerts abgeleitet wird.


Discounted-Cashflow-Methode (DCF)

Das Ertragspotenzial einer Liegenschaft wird auf der Basis künftiger Einnahmen und Ausgaben ermittelt. Die jährlichen Zahlungsströme werden auf den Bewertungsstichtag abdiskontiert.


Diversifikation

Diversifikation bedeutet die möglichst breite Streuung der Investitionen auf unterschiedliche Märkte, Branchen, Währungsräume und Titel mit dem Ziel, die Risiken zu reduzieren.


Double Dip

Schrumpft die Wirtschaft über mindestens zwei Quartale, spricht man von einer Rezession. Folgt nach einer kurzen Erholungsphase wieder eine Rezession, ist dies ein sog. "Double Dip".


Duration

Die «einfache Duration» ist die Kennzahl für die durchschnittliche Kapitalbindungsdauer einer einzelnen festverzinslichen Wertpapieranlage (z. B. Obligation). Die «modifizierte Duration» zeigt hingegen die prozentuale Kursänderung einer Anleihe bei einer Veränderung der Marktzinsen und somit das Zinsrisiko an.